Mit einer „Bildungsstreik-Aktionswoche“ vom 07.- 11. Juni 2010, ähnlich der im Sommer 2009, werden dortmunder SchülerInnen, Studierende und Auszubildende erneut ihre Kritik am aktuellen (nordrhein-westfälischen) Bildungssystem kundtun.
Besonders in Form einer „Bildungsstreik“- Großdemonstration am Mittwoch, dem 9.6.2010, die um 10:00 Uhr an den Katharinentreppen beginnt, wollen die Streikenden ihre Forderungen nach einem gerechten und kostenlosen Bildungssystem unterstreichen und die PolitikerInnen an ihre bildungspolitischen Wahlversprechen erinnern.
Darüber hinaus veranstaltet und initiiert das dortmunder „Bildungsstreik Bündnis“ innerhalb der Streikwoche unzählige weitere Aktionen in der Öffentlichkeit, an Schulen und Hochschulen, die sich kritisch mit den derzeitigen Bildungsverhältnissen auseinandersetzen.

Gerade jetzt nach den Wahlen, während des Koalitionspokers, der vermuten lässt, dass sich entgegen aller Wahlversprechen erneut nur marginale Veränderungen im Bildungswesen ergeben werden, sei es wichtig, die Politik an den WählerInnenwillen zu erinnern, heißt es dazu aus dem Bündnis. Die letzten Proteste haben eindeutig gezeigt, dass „die festgefahrene Ideen von sozialselektiver, kostenpflichtiger Bildung“ von der Gesellschaft nicht länger gestützt werden. Die Forderungen der Streikenden richten sich deshalb erneut gegen die katastrophalen Missstände und zielen auf ein gerechteres Bildungswesen, freizugänglicher und kostenloser Bildung und mehr Mitsprache von SchülerInnen, Studierenden und Auszubildenden ab.

Einige Forderungen des Bündnisses sind hierbei:

für das gesamte Bildungssystem:
– Unabhängigkeit der Bildung von den Einflüssen der Wirtschaft
– Abschaffung aller Bildungsgebühren (wie Studien- und Kitagebühren)
– Demokratisierung aller Bildungsinstitutionen
– Keine Repression gegen unseren legitimen Protest

für die Schulen:
– Eine Schule für alle
– Abschaffung der Schulzeitverkürzung, G8
– Mehr LehrerInnen & kleinere Klassen

für die Hochschulen:
– Abschaffung des Hochschulrats
– Studierbare Studiengänge
– Abschaffung aller NCs (Numerus Clausus)

für die Berufschulen und Betriebe:
– Ausbildung für alle
– Mitbestimmung bei den Ausbildungsinhalten (auch in Betrieben)
– Umlagefinanzierung