Pressemitteilung vom 13.11.2009

Über 270.000 Menschen gingen im Sommer diesen Jahres im Rahmen des bundesweiten Bildungsstreiks für ein besseres Bildungssystem auf die Straße. Es wurde bunt und wütend demonstriert, blockiert und besetzt. Allein in Dortmund waren am 17.06.09 8.500 Menschen auf der Straße um ihren Unmut über das bestehende Bildungssystem in die Öffentlichkeit zu tragen.

Die Politik reagierte kaum, und wenn dann im Allgemeinen negativ auf die Proteste und Forderungen. So haben sowohl die Forderungen als auch der Bildungsstreik weiterhin bestand.

Im Rahmen der global week of action for free and emancipating Education und dem bundesweiten Auftakt des weitergeführten Bildungsstreiks findet am Dienstag um 16 Uhr in Dortmund ein Aktionstag auf der Katharinenstraße statt. Dieser Tag wird veranstaltet unter dem Titel „Bildungsstreik WarmUp“ mit Blick auf größere Proteste im Frühjahr in zeitlicher Nähe zur Landtagswahl in NRW.

Geplant sind kreative, bunte Mitmachaktionen durchsetzt von politischen Reden und Musik. Veranstaltet wird der Tag vom Bildungsstreik Bündnis Dortmund, das auch die Großdemonstration im Sommer organisierte.

Die Forderungen des Bündnisses sind größtenteils identisch mit denen im Sommer, weil keine dieser Forderungen von der Politik ernst genommen oder gar umgesetzt wurden. Die Hauptforderungen des Bildungsstreik Bündnisses Dortmund sind:

Bundesweit:

  • selbstbestimmtes Lernen und individuelle Förderung statt starrem Zeitrahmen, Leistungs- und Konkurrenzdruck
  • freier Bildungszugang und Abschaffung von sämtlichen Bildungsgebühren wie Studien-, Ausbildungs-, und Kitagebühren
  • öffentliche Finanzierung des Bildungssystems ohne Einflussnahme der Wirtschaft
  • Demokratisierung und Stärkung der Mit- und Selbstverwaltung in allen Bildungseinrichtungen

Für Dortmund speziell:

  • Aufklärungsarbeit in Dortmunder Bildungseinrichtungen über Rechtsextremismus
  • Kürzungen im Sozial- und Bildungsbereich verhindern
  • Privatschule schließen

Das Bündnis besteht aus Schülerinnen und Schülern, Studierenden und Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern aus Dortmund. Es hat sich anlässlich des bundesweiten Bildungsstreiks im Sommer diesen Jahres gegründet und arbeitet seit dem kontinuirlich in Themenfeldern der Bildungspolitik.

„Solange unsere Forderungen nicht umgesetzt werden, werden wir weiter protestieren. Die im Sommer geschaffene Protestbewegung steht ja gerade erst am Anfang. Überall in Deutschland werden Unis besetzt. Das ist erst der Beginn einer Protestwelle.“ erklärt Michael Jakubowsky vom Bildungsstreik Bündnis Dortmund.